Frühe Neuzeit

Frühe Neuzeit

Fin.-Fr-c3-bch--1-.jpg

 

1) Politik

 

a) + b) (Früh)moderner Staat

Unbenannt2-Kopie-1.JPG

 

c) Tübinger Vertrag 1514

Unbenannt3-Kopie-1.JPG

 

d) Niccolò Machiavelli  

(* 3.Mai 1469 in Florenz; † 21. Juni 1527 in Florenz; eigentlich Niccolò di Bernardo dei Machiavelli) war ein italienischer Politiker, Diplomat, Philosoph, Geschichtsschreiber und Dichter. Alle Erlebnisse und Eindrücke, die in den verschiedenen Bereichen seines Lebens gesammelt hatte, verfasst er in seinen Werken („der Fürst“, „Discorsi“). Durch seine sehr offene und direkte Art, die sich in seinen Werken widerspiegelten stieß er sehr oft auf Widerstände, was ihn nie daran hinderte weitere Texte zu verfassen. (gez. Jasmin)

 

Unbenannt-Kopie-2.JPG

 

2) Wirtschaft

 

a) Die Fugger in Augsburg


Die Fugger wandern als bescheidene Handwerker im 14. JH vom Lande nach Augsburg ein und arbeiteten sich systematisch an die Spitze der Augsburger Gesellschaft. Ein solcher Aufstieg aus dem jew. Stand gelang nur wenigen.  

Im 15. und 16. JH erlangte die noch heute bestehende Linie „Fugger von der Lilie“ durch die Fuggerische Handelsgesellschaft große Macht. Diese wurde von Jakob dem Älteren (1469 gestorben) begründet. Die Fugger wurden geadelt, und Jakob der Reiche (s.u.) in den Grafenstand erhoben.

Jakob der Reiche (1459-1525) : erst für geistliches Amt bestimmt, stieg nach „kaufmännischer Ausbildung“ in Venedig ins Familiengeschäft ein und führte dies zu großem Erfolg.
Jakob der Reiche finanzierte die Wahl Kaiser Karls V. mittels Bestechungsgelder für das Wahlgremium der Fürsten (Erzbischöfe von Köln, Mainz, Trier, die Fürsten von der Pfalz, Brandenburg, Sachsen und Böhmen.)

Jakob stand an der Spitze eines internationalen Handelsimperium und war der reichste Mann seiner Zeit. Mit ihm kamen kapitalistische Methoden zum Zuge: Profitwirtschaft statt Bedarfswirtschaft. Nicht mehr nur Land, sondern Handel und Bankwesen waren – ähnlich wie heute – die Quelle von Reichtum und Macht. Trotz des Aufstiegs in den Adel steht Fugger für das aufstrebende Bürgertum.

 

Unbenannt1-Kopie-1.JPG


b) Die Medici in Florenz
Die Familie Medici war im 15. und 16. Jahrhundert der einflussreichste Faktor im Kampf um Macht, Reichtum und Ansehen

Der Ursprung des Reichtums der Familie liegt im Textilhandel

Durch gute Beziehungen zur florentinschen Volkspartei bestimmte die Familie der Medici die Politik in der Republik Florenz bzw. Toskana

 

Ähnlich wie die Fugger stammen die Medici aus dem Bürgertum, werden reich durch Handel und Bankwesen und werden dann geadelt. Ähnlich wie bei den Fuggern kommen Geld und Macht aus dem Handel und aus dem Bankwesen – ähnlich wie heute auch –  und weniger aus dem Landbesitz.

 

Unbenannt4-Kopie-1.JPG

 

3) Religion

 

a) Martin Luther (*10.November 1483 † 18. Februar 1546) und die Reformation

 

Lebenslauf in 5 Punkte:

- Nach Rechtswissenschaftsstudium:

 1505 Bekehrungserlebnis, nachach tritt er in das Augustinerkloster ein (Priesterweihe 1507) --> Theologiestudium zunächst in Erfurt später in Wittenberg

- 1517 Veröffentlichung der 95 Thesen

- 1521 Exkommunikation. Verhör vor dem Wormser Reichstag, letzte Chance zum Wiederrufen --> Wormser Edikt.

-1521/22 übersetzt als "Junker Jörg" das neue Testament ins Deutsche

1530 reichseinheitliche Anerkennung des Protestantismus auf dem Reichstag in Augsburg.

 

 

Politik, Gesellschaft, Kirche Situation um 1500

Konzile von Pisa (1409) und Konstanz (1414-18) beenden das kirchl. Schisma. Missstände werdenwerden nur zögerlich und gegen den Willen der Päpste durch Reformkonzile thematisiert.

Machtkonflikte zwischen Kaiser, Landesfürsten und dem Papst.

Lebensstil des Klerus, Kriege sowie Neubau des Petersdoms brauchen neue Geldquellen

--> Ablasshandel

Pestepidemien, sowie Erfindungen und Entdeckungen (z. B. durch Kopernikus) bringen das krichl. sanktionierte Weltbild ins Wanken --> Verunsicherung in der Bevölkerung

 

  Reformatorische Wende

Wandlung des Verständnisses der Gerechtigkeit Gottes (iustitua Dei): Von der iustitia distributiva zur Gerechtigkeit Gottes sola gratia (allein aus Gnade)

Auslegung von Röm. 1,17 --> neues Schriftverständnis:

 

Dann darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, wlche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (habakuku 2,4)

 

Der Gerecht wird aus Glauben Leben (iustus ex fide vivit)


Kern von Luthers Rechtfertigungslehre.

1517 Änderung des Nachnamens von Lueder zu Luther (griech. Eleuterhos: "Befreiter", "frei")

 

Die Folgen der Reformation

kein einheitliches Bild der Reformation: Zwingli (Abendmahlsfrage), radikale Reformer (Münzer, Täuferbewegung), "Schwärmer" (Karlsstadt)

Abschaffung der nicht durch die Bibel begründeten Traditionen (Unterschied gemäßigter und redikalter Flügel), neue Gottesdienstordnungen in den Landessprachen mit Schriftlesung und Predigt im Zentrum.

z.B. Reformation in England unter Heinrich VII aus politischen Gründen, jedoch unter dem Einfluss der Schriften Luthers und Zwinglis. (gez. Selina)

 

 

 Unbenannt5-Kopie-1.JPG

 

 

4) Gesellschaft

Unbenannt6.JPG

 

5) Philosophie und Literatur


a) Erasmus von Rotterdam

 

Erasmus (Desiderius) von Rotterdam war ein bedeutender Gelehrter des europäischen Humanismus. Er war Theologe, Philosoph, Philologe und Autor zahlreicher Bücher

Er wurde am  27. Oktober 1465 [oder 1469] in Rotterdam geboren

Wurde im April 1492 zum Priester geweiht und verließ im folgenden Jahr im Dienst des Bischofs von Cambrai das Kloster

Von 1495 bis 1499 studierte er Theologie in Paris

Von 1500 bis 1509 hielt er sich abwechselnd in den Niederlanden, in Paris, in England auf und Italien auf, wo er zum Doktor der Theologie promovierte

Von 1524 bis 1529 lebte er in Basel

1529 verließ Erasmus das reformierte Basel und zog nach Freiburg im Breisgau, das katholisch geblieben war

Im Jahre 1535 kehrte er nach Basel zurück und verstarb dort am 12. Juli 1536.

 

Während sich die Theologen des Mittelalters nur für die Bibel interessierten und ihr Denken und Fühlen am Leben nach dem Tod orientierten, interessierte sich Erasmus für das gesamte Wissen seiner Zeit, d.h. auch für die antiken Schriftsteller. Sein Interesse galt den Menschen (Humanismus) im Diesseits, der nach immer höherer Bildung streben sollte. Religiöse Streitigkeiten oder gar Gewalt im Namen der Religion lehnte er ab und plädierte im Sinne der Moderne für religiöse Toleranz und Streben nach Bildung.

 

Unbenannt7.JPG

 

b)

Unbenannt10.JPG

 

c)

Unbenannt8.JPG

 

d)

Unbenannt9.JPG

 

 

6) Wissenschaft und Technik

 

a)

Unbenannt11.JPG

 

b)

Unbenannt12.JPG


c)

Unbenannt13.JPG

 

d)

Unbenannt15.JPG

 

e)

Unbenannt17.JPG

 

f)

Unbenannt14.JPG

 

g)

Unbenannt16.JPG

 

7) Entdeckungen

 

a)

Unbenannt18.JPG

 

 b)

Unbenannt19.JPG

 

c)

Unbenannt20.JPG

 

d)

Unbenannt21.JPG

 

e)

Unbenannt22.JPG


8) Kunst

 

a)

Unbenannt29.JPG

 

b)

Unbenannt27.JPG

 

c) Leonardo da Vinci (1452 - 1519)

 

Der italienische Bilhauer, Maler und Architekt und Naturwissenschaftler gilt als Universalgenie. Er verband Kunst, Philosophie und Naturwissenschaften auf eine Weise miteinander, wie niemand anders zuvor. Er war Schöpfer zahlreicher der bedeutensten Meisterwerke der Malerei, wie etwa "Das letzte Abendmahl", "Monsa Lisa", die "Felsgrottenmadonna" und der "Vitruvianische Mensch". Durch seine vielseitigen Tätigkeiten und Studien in fast allen Wissensbereichen verkörpert er die Idee vom in der Renaissance entwickelten Universalmenschen ("uomo universale"). (gez. Julian)

 

Unbenannt23.JPG

 

d)

Unbenannt28.JPG

 

e)

Unbenannt26.JPG

 

f)

Unbenannt24.JPG

 

 

9) Militär

 

Unbenannt30.JPG